Monthly Archive for Juli, 2006

Suchen suchen

Ein weiterer Punkt, der noch Optimierungspotential birgt, ist die Suchfunktion auf Odi’s Website. Habt Ihr sie schon gefunden? Wer geübt ist, wird sie wohl früher oder später finden, wer nicht eventuell gar nicht.

Die “Metanavigation” besteht aus 3 Elemente: Anzeige der Besucherzahl, Suchfeld und Schalter für Werbung. Das erste Element ist ein reines Anzeigeelement, das letzte wird durch die Unterstreichung als Link erkannt, und das mittlere ist rein visuell nicht einzuteilen. Mit try-and-error findet man heraus dass es ein Suchfeld ist.

Das Suchfeld wird nicht angezeigt da die Umrandung des Textfelds abgeschaltet ist. Zudem gibt es auch keinen Submit-Button für die Suche, wird wohl einfach per Bestätigung mit der Eingabe-Taste fuktionieren?!

Aus Accessibility Gründen sollte ein Formular “vollständig” sein. Das bedeutet, dass die Suche aus dem Suchfeld, einem Label zur Identifizierung des Suchfelds und dem Submit-Button, besteht.

Das Label kann weggelassen werden, wenn man dem Textfeld eine Beschreibung mittels Alt-Tag verpasst. Der Submit-Button kann eigentlich nicht weggelassen werden.

Odi meinte dann dass sein Suchfeld ja für Blinde mit der Taste (accesskey) “F” gefunden wird. Leider ist die Vergabe von Accesskeys eine heikle Sache. Mal abgesehen von chinesischen Tastaturen etc., sind die Tasten und Layouts von verschiedensprachigen Tastaturen durchaus unterschiedlich, allein schon eine französische, deutsche, englische und tschechische. Dadurch ist es generell schon schwierig auf Buchstaben zurückzugreifen. Zudem werden einige Buchstaben für Programm-Funktionen verwendet, wie “P” für Druck und eben “F” für die Suchfunktion des Browser. Die verschiedenen Browser, wie Internet Explorer, Firefox und Opera etc., verwenden zudem noch die eine odere andere Taste für spezifische Programmfeatures. Aus diesen Gründen reduzieren sich mögliche Accesskeys mehr oder weniger auf die Zahlen 0 bis 9.

In Odis Fall fehlt eben auch die Umrandung des Textfeldes, was allen Sehenden ein Handicap bedeutet/bedeuten kann. Accessibility intendiert eigentlich die Regel “one for all”. Accessibility für Sehende heisst Usability.

toggle view

Odi hat seine Website überarbeitet und ein neues Design implementiert. Nun alles in weiss und weils grad in ist, mit Schatten.

Im Kopfbereich der Seite gibt es eine Metanavigation, auf der rechten Seite Google-Werbung. Odi bietet die Möglichkeit die Werbung ein- und auszuschalten. Leider ist die Beschriftung missverständlich.

Die Links sind im Zustand eingeschalteter Werbung mit “ads:on” beschriftet und im ausgeschalteten Zustand mit “ads:off”. Also wird der Status angegeben (obwohl man gerade daneben sieht ob die Werbung da ist oder nicht). Zudem ist das Element jedoch klickbar, dient also als Navigation um die Werbung anzuzeigen oder auszublenden.

Das ist wohl auch der wichtigere Fokus, als die Statusanzeige. Links, die Funktionen ausführen, sollten jedoch auch so beschriftet werden. Das würde nun also bedeuten dass im eingeschalteten Zustand “ads:off” als Befehl auf dem Link steht und im andern Fall umgekehrt. Also genau gegensätzlich zur derzeitigen Situation als Statusanzeige.

Eine Kompromisslösung wäre den Link als Wechselschalter zu verstehen. Eine solche Variante ist nun auf der geänderten Website zu sehen “toggle ads”.

Spiels nochmal Sam

Virtual Replay zeigt alle WM Tore nochmal in 3D aus jedem beliebigen Winkel
http://bgi.dr.dk/sporten/

Wie eine Schauspielerin

und ein Komponist in den 1940er Jahren Bluetooth erfanden
http://futurezone.orf.at/it/stories/120155/

Zueri-Buenzli

Dass Zürcher von fast allen die am Land leben denken, dass sie Bünzlis sind ist ja ein offenes Geheimnis. Doch wie ich gestern wieder einmal feststellen musste gibt es auch den Züri-Bünzli.

Der Züri-Bünzli prägt sich im Gegensatz zum Land-Bünzli nicht (nur) durch konservative Einstellung aus, sondern auch durch Snobbismus, Teilnahmslosigkeit und Affektiertheit aus.

Ich steige um 18 Uhr rum ins 13er Tram Richtung Escher-Wyss-Platz. Vor mir steigt eine alte Frau ein, so um die 70/75 Jahre alt. Natürlich stehen viele Leute in den Trams, rush-hour wie man sie in Zürich bestens kennt. Nachdem sich wie oft niemand verantwortlich fühlt, ich stehe hinter der Frau, frage ich mal etwas lauter “Wot öpper die alt Frau absitze lah?”
Ein paar Leute fühlen sich sowieso nicht angesprochen und nachdem sich niemand “Eingesessener” opfern will, steht dann doch eine junge Frau auf.

Neben mir sitzt ein Herr um die 50 mit Anzug und murmelt etwas, weshalb er es für mich verständlicher wiederholen muss “Die muss ja auch nicht um diese Uhrzeit Tram fahren”.
Ich erwidere im vorher ebenso nicht leise angeschlagenen Ton “Ich hoffe wenn sie dann so alt sind, dass sie wissen wann sie nicht Tram fahren dürfen?!”

Also ehrlich Leute, ist Alt sein dürfen eine Frage der Tageszeit, ich Ärger mich auch wenn alle Pensionisten Abends oder am Samstag in Migros einkaufen und mich behindern, aber das ist mein Problem und rechtfertigt nicht den Ansatz, deren Freiheit einzuschränken.

Sowie letztens am Sonntag als in Zürich gerade Inline-Marathon war, und sich der Verkehr durch die ganze Stadt gestaut hat. Man steht also im Stau und kommt so oder so nicht wirklich vorwärts. Glaubt ihr es wär einer ausgestiegen der Frau helfen das Auto auf die Seite zu schieben, weil es ihr abgelegen ist?

Welcome to Zurich, we hope you enjoy your stay, and keep on looking away, we do the same.